Teil 2 - Einsatz von generativer KI in Studium und Lehre

Beispiele für KI-basierte Anwendung in der Lehre

Hier entsteht eine Sammlung von Beispielen, wie KI-Tools in der Lehre thematisiert und/oder integriert werden können. Wenn auch Sie bereits Erfahrungen mit KI-gestützter Lehre gesammelt haben und Ihre Ideen mit uns teilen möchten,  schreiben Sie uns gerne: ILIAS.nrw@fh-dortmund.de. Wir freuen uns auf die Erweiterung der Best-Practice-Sammlung.

Lernziel:

Nutzung von KI-Tools zur Unterstützung der kreativen Ideenfindung

Ablauf:

Zu einem bestimmten Thema werden ein oder mehrere Prompts entwickelt, mit denen der AI-Chat (oder vergleichbare Anwendungen) Ideen generieren kann.

Die Prompts können je nach Vorwissen der Studierenden erstellt werden. Sie können auch nach einem ersten Brainstorming ohne unterstützende Hilfsmittel verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Lernenden ihre eigenen Ideen entwickeln.

Wie in allen Fällen ist es wichtig, dass die generierten Ergebnisse von allen Beteiligten kritisch reflektiert und ihre Anwendbarkeit bewertet bzw. überprüft wird.

Bei größeren Veranstaltungen empfiehlt es sich, die umfangreichen Ergebnisse entweder durch Peer-Review zu überprüfen oder durch ein KI-Tool zusammenfassen zu lassen.

Zeitrahmen:

10-20 min.

Lehrformate:

asynchron oder synchron / hohe Interaktion

Gruppengröße:

Bei einem asynchronen Ansatz: unbegrenzt, bei einem synchronen Ansatz empfiehlt sich die Gruppengröße von 40-50 Studierende nicht zu überschreiten

Anwendungsbereiche:

Portfolio, Essay, Projektarbeit, Generierung von Hypothesen oder Forschungsfragen, Anregung für Diskussionsrunden, Entwicklung innovativer Ansätze im jeweiligen Fachbereich etc.

Vorteile:

  • Erweiterung des Ideenrepertoires
  • Überwindung von kreativen Blockaden
  • Entwicklung zusätzlicher Ideen auf Basis der von der KI generierten Vorschläge, die als Ausgangspunkt für Diskussionen genutzt werden können.
  • Der Ideenfindungsprozess kann beschleunigt werden, indem die KI sofortige Antwort und Anregung  aus verschiedenen Disziplinen und Quellen kombiniert, was das interdisziplinäre Denken unterstützt.
  • Verbesserung der Prompts

Nachteile:

  • standardisierte und vorhersehhbare Ideen durch das KI-Tool
  • Abhängigkeit von Technologien
  • Fehlende menschliche Interaktion
  • Bias in den Algorithmen - KI Tools können Vorurteile und stereotype Denkweisen reproduzieren.

Lernziel:

Nutzung von KI-Anwendungen zur Überwindung von Schreibblockaden.

Ablauf:

Die gefürchtete Schreibblockade kann sowohl Lehrende als auch Studierende treffen, wenn sie vor einem leeren Blatt sitzen und nicht wissen, wie sie anfangen sollen. KI-gestützte Textgeneratoren können hierbei helfen, indem sie Inspiration bieten, ohne dass die generierten Texte direkt übernommen werden müssen.

Zusätzlich können diese Tools Gliederungsvorschläge für ein Thema erstellen, die als Orientierung für das weitere Schreiben dienen und den kreativen Prozess anstoßen.

Zeitrahmen:

10-20 min.

Lehrformate:

asynchron / geringe Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden

Gruppengröße:

beliebig

Anwendungsbereiche:

schriftliche Studienleistungen wie Referate, Portfolio, Essay,  Hausarbeiten etc.

Vorteile:

  • Schnellere Überwindung von Schreibblockaden: KI-Tools bieten kreative Anregungen, die den Schreibfluss fördern.
  • Erweiterung der Perspektiven: KI-Vorschläge regen dazu an, neue Blickwinkel zu entdecken und innovative Lösungen zu entwickeln.
  • Bessere Strukturierung der Gedanken: Gliederungsvorschläge helfen, die eigenen Ideen klarer zu organisieren und den Schreibprozess effizienter zu gestalten.

Nachteile:

  • Vermindertes kritisches Denken: Die eigene Fähigkeit zur Analyse und Kreativität könnte beeinträchtigt werden.
  • Qualitätsrisiken: KI-Outputs können Fehler oder ungenaue Informationen enthalten.
  • Verlust der Eigenständigkeit: Eine zu starke Abhängigkeit von KI kann die persönliche Entwicklung und Lernfähigkeit hemmen.

Lernziel:

Förderung der metakognitiven Fähigkeiten der Lernenden durch kritische Reflexion der eigenen Texte, Verbesserung des Verständnisses für Textqualität und Stärkung eigener Schreibkompetenzen durch gezielte Nutzung von KI-Tools.

Ablauf:

Der Prozess der KI-gestützten Textüberarbeitung beginnt mit der Selbstüberarbeitung des eigenen Textes, bei der die Lernenden Unsicherheiten und Verbesserungspotenziale identifizieren. Anschließend laden sie ihren Text in ein KI-Tool hoch und fordern gezielt Feedback zu Aspekten wie sprachlicher Struktur und Argumentationslogik an. In der Reflexionsphase vergleichen sie die Vorschläge der KI mit ihrer eigenen Einschätzung, entscheiden, welche Änderungen sinnvoll sind und begründen ihre Entscheidungen. Dieser Prozess fördert eine kritisch-konstruktive Haltung gegenüber dem eigenen Schreiben und stärkt die Selbstkorrekturkompetenz der Lernenden.

Zeitrahmen:

kann variieren und ist von verschiedenen Faktoren abhängig (Umfang, Komplexität des Textes etc.)

Lehrformate:

synchrone/asynchron, geringe Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden

Gruppengröße:

beliebig

gemeinsame interaktive Nutzung

individuelles Arbeiten

Anwendungsbereiche:

schriftliche Studienleistungen wie Referate, Portfolio, Essay,  Hausarbeiten etc.

Vorteile:

  • Zeitersparnis: KI-Tools bieten schnelle Rückmeldungen, wodurch der Überarbeitungsprozess effizienter wird.
  • Vielfältige Perspektiven: KI kann neue Ideen und Verbesserungsvorschläge liefern, die Lernende möglicherweise nicht in Betracht gezogen haben.
  • Konsistenz: KI hilft, stilistische und grammatikalische Konsistenz im Text zu gewährleisten.
  • Lernförderung: Durch die Analyse von KI-Vorschlägen können Lernende ihre Schreibfähigkeiten gezielt verbessern.

Nachteile:

  • Abhängigkeit von Technologie: Zu starke Abhängigkeit von KI kann die Entwicklung eigener Schreibfähigkeiten beeinträchtigen.
  • Qualitätsrisiken: KI-generierte Vorschläge können ungenau oder irrelevant sein, was zu Missverständnissen führen kann.
  • Mangelnde Kreativität: KI hat Schwierigkeiten, originelle Ideen zu entwickeln oder emotionale Nuancen zu erfassen.
  • Unreflektierte Übernahme: Lernende könnten dazu neigen, KI-Vorschläge unkritisch zu übernehmen, anstatt selbst zu reflektieren.

Lernziel:

Unterstützung  bei der Selbsteinschätzung und gezielten Prüfungsvorbereitung.

Ablauf:

Die Studierenden erstellen mit Hilfe von generativen KI-Tools basierend auf vordefinierten Lernzielen verschiedene Aufgabentypen, die auf einer Lernplattform bereitgestellt werden. Die Studierenden bearbeiten die Aufgaben selbstständig und erhalten unmittelbar Feedback sowie Lösungshinweise. In einem Peer-Feedback-System können sie ihre Antworten teilen, konstruktive Rückmeldungen von Kommiliton*innen erhalten und sich über Möglichkeiten und Grenzen der Outputs austauschen.

Zeitrahmen:

beliebig

Lehrformate:

synchrone/asynchron, geringe Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden

Gruppengröße:

beliebig

Anwendungsbereiche:

Klausurvorbereitungen

Vorteile:

  • Individualisierung: Studierende können in ihrem eigenen Tempo lernen und üben.
  • Sofortiges Feedback: KI-Tools bieten unmittelbare Rückmeldungen zur Leistung.
  • Effizienz: Automatisierte Aufgabenerstellung und -auswertung entlastet Lehrende.
  • Peer-Learning: Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit der Studierenden unter der Verwendung neuer Technologien.

Nachteile:

  • Qualitätsrisiken: KI-generierte Aufgaben könnten Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten.
  • Mangelnde persönliche Interaktion: Weniger direkter Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden.
  • Datenschutzbedenken: Sammlung von Leistungsdaten könnte Privatsphärebedenken auslösen.
  • Oberflächliches Lernen: Risiko, dass Studierende sich auf schnelle Lösungen statt tiefes Verständnis konzentrieren.

Lernziel:

Argumentieren lernen, intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, Förderung des kritischen Denkens

Ablauf:

Interaktives Dialogformat, in dem die KI als Gesprächspartner fungiert, um kritisches Denken und Reflexion zu fördern.

Mit Hilfe eines speziellen Prompts wird die KI aufgefordert, bestimmte Regeln zu befolgen. Der Prompt soll einen Dialog zwischen dem Lernenden und der KI ermöglichen, der an die Sokratische Methode angelehnt ist, indem generative KI durch gezielte Fragen Studierende dazu anregt, ihre Gedanken zu ordnen und zu begründeten Haltungen zu gelangen.

Das „Sokratische Gespräch mit KI“ kann in eine Lehrveranstaltung bzw. ein Seminar eingebettet werden, sodass Gelegenheit zu persönlichem Austausch, Reflexion und Diskussion mit Kommiliton*innen und Lehrenden besteht.

Studierende können die Methode im Selbststudium anwenden. Sie kann auch zur Vorbereitung auf synchrone Prüfungsformate eingesetzt werden.

Ein geeigneter Systemprompt z.B. über das Thema „Geschlechterrollen in den Medien“ könnte lauten: „Du bist ein KI-gestützter Lerncoach, der sokratische Dialoge führt. Deine Aufgabe ist es, den Nutzer durch gezielte Fragen zu unterstützen, um kritisches Denken und tiefere Reflexion zu fördern. Du gibst keine direkten Antworten, sondern hilfst dem Nutzer, seine eigenen Gedanken und Argumente zu entwickeln. Beginne das Gespräch, indem du eine offene Frage stellst, die den Nutzer anregt, über das Thema nachzudenken.“

Nach Eingabe des Systemprompts folgt der Startprompt:
„Ich möchte einen sokratischen Dialog mit dir über das Thema ‚Geschlechterrollen in den Medien‘ führen. Mein erster Gedanke ist, dass die Medien oft stereotype Darstellungen von Geschlecht verwenden. Was denkst du darüber? Kannst du mir eine Frage stellen, um meine Gedanken weiter zu vertiefen?“

Am Ende des Dialogs sollte eine Reflexion stattfinden, bei der überlegt wird, wie die Diskussion die Sichtweise auf Geschlechterrollen in den Medien beeinflusst hat. Die Erkenntnisse können dann in einem Peer-Feedback geteilt und diskutiert werden.

Quelle: https://hochschulforumdigitalisierung.de/im-sokratischen-gespraech-mit-ki/

Zeitrahmen:

beliebig, Zeit für Anleitung einplanen

Lehrformate:

asynchron / geringe Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden nach vorheriger Anleitung

Gruppengröße:

beliebig

Anwendungsbereiche:

Seminare/Workshop

Vorteile:

  • Zugänglichkeit: KI ist jederzeit verfügbar, was flexibles Lernen ermöglicht.
  • Sofortiges Feedback: Studierende erhalten umgehende Rückmeldungen und anregende Fragen.
  • Anpassungsfähigkeit: Die KI kann den Dialog an den Wissensstand der Studierenden anpassen.
  • Skalierbarkeit: Mehrere Studierende können gleichzeitig interagieren, was in großen Kursen vorteilhaft ist.
  • Vielfalt der Perspektiven: KI kann unterschiedliche Sichtweisen einbringen und das kritische Denken fördern.

Nachteile:

  • Mangelnde emotionale Intelligenz: KI bietet keine emotionale Unterstützung oder Empathie.
  • Qualität der Fragen: Die Effektivität hängt von der Qualität der von der KI gestellten Fragen ab.
  • Technische Abhängigkeit: Probleme mit Technologie können den Lernprozess stören.
  • Oberflächliche Auseinandersetzung: Studierende könnten sich auf schnelle Antworten konzentrieren, anstatt tiefere Überlegungen anzustellen.

Lernziel:

Ablauf:

Zeitrahmen:

Lehrformate:

Gruppengröße:

Anwendungsbereiche:

Vorteile:

Nachteile:

Lernziel:

Ablauf:

Zeitrahmen:

Lehrformate:

Gruppengröße:

Anwendungsbereiche:

Vorteile:

Nachteile:

Lernziel:

Ablauf:

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Gruppengröße:

Anwendungsbereiche:

Vorteile:

Nachteile:

Lernziel:

Ablauf:

Zeitrahmen:

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Anwendungsbereiche:

Vorteile:

Nachteile:

Lernziel:

Ablauf:

Zeitrahmen:

Lehrformate:

Gruppengröße:

Anwendungsbereiche:

Vorteile:

Nachteile:



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