Teil 2 - Einsatz von generativer KI in Studium und Lehre
KI-Kompetenzen
Es ist von entscheidender Bedeutung, den Studierenden nicht nur Fachwissen, sondern auch Fähigkeiten und Bewusstsein für den Einsatz von generativen KI- Werkzeugen zu vermitteln. Der proaktive Einsatz dieser Werkzeuge in Lehre und Prüfung muss integraler Bestandteil einer modernen Ausbildung sein. Um dies erfolgreich zu tun, müssen alle Verantwortlichen nicht nur die Vorteile, sondern auch die Grenzen und Risiken dieser Technologie verstehen (McFarland, 2023).
Nachfolgend sind einige Schlüsselaspekte aufgeführt, die in der Ausbildung berücksichtigt werden müssen. Klicken Sie auf die Plus-Symbole um mehr zu erfahren:
Nicht nur der Umgang mit generativer KI, sondern auch ihre Grenzen müssen vermittelt werden. Dazu gehört die Erkenntnis, dass KI-Systeme auf Daten und Algorithmen basieren und nicht über menschliche Intelligenz oder moralisches Urteilsvermögen verfügen. Die Studierenden sollten sich der begrenzten Fähigkeiten von KI, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen, bewusst sein.
Die Studierenden müssen sich der Vor- und Nachteile des Einsatzes von KI in verschiedenen Kontexten bewusst sein. Auf diese Weise können fundierte Entscheidungen getroffen und ethische Fragen berücksichtigt werden.
Beim Einsatz von KI-basierten Werkzeugen in der akademischen Arbeit ist die Einhaltung wissenschaftlicher Standards von entscheidender Bedeutung.
Um Fehlinformationen und Fake News zu erkennen und zu vermeiden, müssen die Studierenden in der kritischen Bewertung von Daten und Informationen geschult werden. Dazu gehören die Überprüfung von Quellen, die Analyse der Datenqualität und die Bewertung der Konsistenz von digitalen Informationen.
Die Formulierung zielgerichteter, ethisch und rechtlich einwandfreier Prompts ist von entscheidender Bedeutung. Dabei ist nicht nur auf Verständlichkeit und Genauigkeit zu achten, sondern auch auf den Schutz von Urheber- und Persönlichkeitsrechten (Leschke & Salden, 2023), siehe Teil 1 - Datenschutz & Urheberrecht
Die Studierenden müssen in der Lage sein, gezielte Eingabeaufforderungen zu formulieren, insbesondere wenn sie mit Forschungsarbeiten, Projekten oder anderen schriftlichen Aufgaben konfrontiert werden. Siehe Teil 1 - "Was ist Promting?".